Die Geschichte des GINs

Wie auch bei anderen Spirituosen hatte der GIN seinen Ursprung bei der Anwendung in medizinischen Bereichen. Vor vielen Jahrhunderten destillierte den Aufzeichnungen zufolge ein arabischer Gelehrter die ersten Vorgänger des heutigen GIN und versuchte das Verfahren zu vereinfachen.

Da damals viele Botanicals als heilend galten und in der Medizin verwendet wurden, destillierte man die unterschiedlichsten Kräuter und Beeren, darunter auch Wacholder

Als offizieller Erfinder gilt jedoch ein holländischer Arzt (Franciscus Sylvius de la Boe), der im 16. Jahrhundert den ersten Wacholderschnaps namens "Genever" destillierte.

Selbst im Mittelalter wurde der heutige GIN Vorläufer zur Bekämpfung von Fieberanfällen verwendet.

Schon bald erkannte man die Vorzüge der destillierten Kräuter und Beeren und konsumierte sie fortan auch als Genussmittel. Das Ursprungsgetränk wurde weiterentwickelt und fand schon bald Anklang in der holländischen Oberschicht. 

Durch die enge Verbindung Englands zu Holland, fanden in Holland stationierte britische Soldaten schnell gefallen am "Genever". Als schließlich das Getränk in der Heimat England eingeführt wurde, kürzte man den Namen Genever einfach in "GIN". 

In dem die Untertanen ihren eigenen Gin produzieren durften, verursachte die im Jahr 1702 zur Queen ernannte Anne schließlich die sogenannte "Gin-Craze", die zu einer nationalen Katastrophe führte. Zu diesem Zeitpunkt gab es alleine in London tausende illegale Brennereien die minderwertige Gins herstellten. Durch die hohe Kriminalität war die Regierung gezwungen einzugreifen.

Durch strenge Qualitätskontrollen und exorbitante Steuern bekam das Empire die "Gin-Craze" in den Griff und die Qualität der Destillate besserte sich zunehmend.

Dadurch geriet das heutige Kultgetränk etwas in Vergessenheit, wenn es doch in den letzten Jahren wieder zunehmende Beliebtheit erfährt.

 

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