DAS PHÄNOMEN GIN

Ein Essay

Die Wurzeln dieses Erfolgsgetränks gehen bis in das 17. Jahrhundert zurück, doch erst jetzt ist es die beliebteste Spirituose der Welt. Schnell kommt aber die berechtigte Frage auf, worauf dieser Hype eigentlich basiert.

Gin im Allgemeinen ist ein sehr variables Getränk. Es unterliegt keinen strengen Richtlinien, wodurch jede Marke ihren ganz eigenen und individuellen Geschmack mit einzigartigen Botanicals erreichen kann. Dadurch entsteht eine unvergleichbare Vielfalt, welche keine andere Spirituose vorweisen kann und gleichzeitig baut sich damit eine gewaltige Zielgruppe auf.

Zudem hat sich der klassische Gin Tonic mittlerweile einen respektvollen Ruf aufgebaut. So konnte sich das Kultgetränk auch in zeitlosen Hits wie Billy Joels „Piano Man“ einen Auftritt ergattern.

Eine große Stärke von Gin ist auch die erfinderische Art und Weise der Zubereitung. Ob Gurke, Limette, Lavendel, Orangenzesten, oder sogar Pfeffer – die Kreativität in der Auswahl der Begleitung kennt keine Grenzen.

Kaum eine Spirituose kann so viele verschiedene Hersteller aufweisen wie Gin. Das liegt aber auch daran, dass die eigentliche Herstellung von Gin zu der sehr simplen Sorte gehört. Anstatt dass der Alkohol durch einen zeitaufwendigen Gehrungsprozess gewonnen werden muss, wird beim Gin dieser einfach in purer Form hinzugefügt. Anschließen werden auch die ausgelesenen Botanicals hinzugegeben und der Gin erhält seine gänzlich eigene Note.

Letztendlich ist die Herstellung von Gin zwar eine einfache Vorgehensweise, allerdings gehört zu einem edlem und geschmackvollen Produkt die richtige Rezeptur an Botanicals. Ein guter und hochwertiger Gin zeichnet sich also nur von seinem einzigartigen Geschmack aus, wodurch jedes einzelne Produkt, so simpel es auch sein mag, seine Individualität erhält.

Der Hype um das Erfolgsgetränk ist folglich alles andere als unberechtigt: Er stellt sich aus der schlichten Herstellung, der Beliebtheit und der Unterschiedlichkeit zusammen. Gin ist eine Spirituose der Variation, eine Liebe zum Geschmack.