Wacholder | Die gesunde Kernzutat des Gins

Der Wacholder ist die Grundzutat, die laut Gesetz in jedem Gin enthalten sein muss, um diesen als "Gin" bezeichnen zu dürfen. Somit bildet das Zypressengewächs (Cupressaceae) die Basis eines Gins. Doch wo findet der Wacholder noch Anwendung und was macht ihn so gesund?

Auch wenn über 70 Unterarten existieren, lassen sich in unseren Gefilden, lediglich der "Gemeine Wacholder" und der "Sadebaum" vorfinden. Diese Wacholder Sträucher wachsen in Form einer Säule in Höhen bis zu 12 Meter und kommen in etwas kargeren Regionen wie Gebirge und Steppen in Europa, Nordasien und Nordamerika vor. Während der "Sadebaum" aufgrund seiner Toxizität ausgeschlossen ist, findet der "Gemeine Wacholder" als Gewürz seine Anwendung in der Destillation von Gin

Ein Wacholderstrauch erreicht teilweise ein stolzes Alter von 600 Jahren und besitzt nadelförmige angeordnete Blätter. Es handelt sich bei diesem Zypressengewächs um einen zweihäusigen Baum, was bedeutet, dass dieser in "männlich" und "weiblich" eingeteilt wird. Die Frucht / Zapfen des weiblichen Wacholderstrauchs besitzen lediglich die Größe einer Erbse. 

Zu den Inhaltsstoffen des im Jahre 2002 zum Baum des Jahres gewählten Wacholder zählen Elemente wie Mangan, Oxalsäure, Menthol, Gerbsäure, Mangan, Zink, Gerbstoff, ätherische Öle und Zitronensäure.

Die Beerenzapfen zeichnen sich durch einen charaktereigenen intensiven Duft und eine gewisse Öligkeit aus. Die Geschmackspalette reicht von einer süßlichen Würzigkeit bis hin zu einer leicht bitteren Note. Für die Reifung der Beeren benötigt der weibliche Wacholderstrauch im Durchschnitt zwei bis drei Jahre.

Wacholderbeeren

Spirituosen wie Genever, Steinhäger oder Köhm zeichnen sich durch ihre starke Wacholdernote aus. 

Wacholder und seine Auswirkung auf die Gesundheit

Seit Jahrtausenden zählt Wacholder als eine mysteriöse Wunderpflanze mit heilenden Kräften. So setzten bereits Völker der Antike wie die Ägypter auf das kraftvolle Gewächs. Dem wärmeerzeugenden Wacholder wurde schon damals eine positive Auswirkung auf Verdauungsbeschwerden, Wassersucht oder Harnleiden nachgesagt. Bedeutende Persönlichkeiten wie Hippokrates verwendeten das Zypressengewächs mit seiner medizinischen Wirkung.

Es spricht also vieles für einen Gin oder Gin Tonic als Digestif ;)

Um Seuchen vorzubeugen wurden früher die aromatischen Hölzer der Pflanze verbrannt. Um das Immunsystem zu stärken kauten die Menschen Unmengen an Wacholderbeeren. Noch heute wird das traditionelle Räuchern in Bauernhöfen von Bergbewohnern praktiziert um böse Geister zu vertreiben.

Durch seine wärmeproduzierende Wirkung findet Wacholder Anwendung in folgenden Bereichen:

  • Nieren (erhöht die Durchspülung)
  • Reizblase
  • Krampfadern
  • Harnwegsinfektionen / Blasenentzündungen
  • Frösteln
  • Menstruationsbeschwerden
  • Magen-Darm-Trakt
  • Verdauung
  • Wundheilung
  • Rheumatische Schmerzen
  • Husten und weitere Erkältungskrankheiten
  • Krampfadern
  • Schuppenflechte
  • Leberprobleme

Wie lässt sich Wacholder anwenden?

Es lassen sich alle Teile des Zypressengewächs anwenden. Dies schließt sein Holz, die Nadeln und vor allem die Früchte / Zapfen ein. Egal ob als Gewürz in der Küche, zur Destillation unseres Bodensee Gins, Dampfbäder aus ätherischen Ölen, Tees zum Entschlacken, Sirup oder Tinkturen. Selbst das alleinige Kauen der Beere hat positive Auswirkungen auf unseren Magen-Darm-Trakt. 

An dieser Stelle haben wir dir unser Wacholdertee Rezept zur Entschlackung deines Körpers:

  1. Zerdrücke 5-10 Wacholderbeeren
  2. Übergieße diese mit 300 ml kochendem Wasser 
  3. Den Tee mindestens 5 Minuten ziehen lassen und abseihen (z.B. durch ein Tuch oder Sieb)

oder für deine Verdauung als Digestif der perfekte Gin Tonic.

Weitere leckere Rezepte mit unseren Wacholder Spirituosen erhältst du in unserem Rezeptbuch.

In diesem Sinne eine "Prost auf den Wacholder"!

 

 

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